Siebenundzwanzig Jahre Demokratie?


(D) Demokratie (D) der (R) Reichen - DDR

 
Heute sitz’ ich zu Gericht,
über was, ich weiß es nicht!?

 

Nach siebundzwanzig Jahren und auf die Dauer,

fehlt den Wessis nur die Mauer!

Dabei wusste ich damals schon:

„Wir waren die Retter der Rezession!“

Mit völlig falschen Wertgefühlen,

saßen wir jetzt zwischen Stühlen.

 

Sie schrien begeistert: „Hurra, Hurra,

die Ostdeutschen Arbeiter sind nun da!“

Wir arbeiteten fleißig und machten das,

was dem Wessi wenig Spaß,

und ich sag’s ganz unumwunden

er als „Drecksarbeit“ empfunden.

 

Dabei war’s ihre beste Kür,

für uns gab’s weniger Lohn dafür!

Doch waren nicht alle Wessis so,

der „Hartz Vier“, er war ganz froh,

sich auszugeben als „Peter der Rächer“,

selber war er nur ein Verbrecher.

  

Da war noch dieser Postminister!

Am Gardasee besitzt er Schlossgeschwister,

mit einer Million nach unbekannt,

war er es, der damit verschwand.

 

Und der Bahnchef, hi, hi , hi…

Lernte bei der Staa… und sieh,

was er dann ganz gründlich machte,

und die „Kleinen“ überwachte.

 

Herr Schwarzkohl kam zu der Befragung,

und er schwieg zur Unterschlagung.

Ach, Peanuts, was ist das schon!

Es ging doch nur um ‘ne Million!

 

Ein Besen nehm’ ich zur „Dienstwagenaffäre“,

mit dem ich sie zum Teufel kehre!

Frau Schmidt, sie gab sich ziemlich kühl,

sie hatte kein Fingerspitzengefühl.

„Schmidtchen“, so was macht man nicht!

Sonst verlierst du dein Gesicht!

 

Ich sitz’ nun hier in meinem Grimm,

und find’ all diese Lügen schlimm,

und denke nach, wie das damals war,

als ich Erich und seine Genossen sah?

  

Ihre Lügen waren wie ein Pulk,

und gleiche Lügen für das Volk,

werden uns heut’ unterbreitet,

wenn sich die Partei nur streitet.

Was, zum Teufel, frag’ ich sie,

unterscheidet den Oss…,

vom Wess…,

und Ihiiii……….

 

Nein, so werden möcht’ ich nicht!

Sonst verlier ich mein Gesicht!

Nur ums System, da wird’s mir bang,

weiß ich doch, es ist nur krank!

Aber vielleicht geht’s noch mal rund,

und alle werden kerngesund?