Das Kreuz und andere Gedichte


Gefährlich, stachlig war seine Dornenkrone.

Das Kreuz hatte viele Nägel und er trug es für uns.
Doch was sah ich noch?

Eine grüne Wiese, grüne Bäume,
einen blauen Himmel, Wolken.

Die Schönheit unserer Erde!

Ich sah aus dem All die
Verletzlichkeit der blauen Kugel!

Ich sah ihre unendliche Schönheit!

Mit und von der Erde komme ich.
Mein Herz schlägt den Pulsschlag von Mutter Erde.

Es gibt nur einen Gott, der die Erde erschuf!
Aber er hat viele Namen!

„Manitu, Zeus, Buddha, Odin, Quetzalcoatl,
Allah, Jahve und nicht zuletzt Amun!“ 







Der Glaube ist die Spreu

und Wissen das Korn

der Menschheit…


Meine kleine Welt


Ich geh in meiner Welt spazieren

und träume vor mich hin.

Ich habe alles zu verlieren,

und mich zu finden ist der Sinn.

 

Meine Welt, sie ist nicht groß,

ich bin da oft allein.

Doch manchmal ist der Teufel los,

ich lass nur Freunde rein.

 

Asche fliegt auf meine Haare.

Das Grau versucht mich ganz zu kriegen!

Die Zeit vergeht im Flug der Jahre.

Mit dir, da will ich weiterfliegen.




 

 

Die Fliege



Es nervt die Fliege an der Wand,
das ist doch wirklich altbekannt!
„Na warte, wenn ich dich jetzt kriege!“
denk’ ich, und ich jag’ die Fliege!

Sie macht mit mir, was sie nur will,
ich stehe mit der Zeitung still!
„Ein Schlag!“, der Kaffeetopf fällt um,
die Fliege startet mit Gebrumm!

Und wieder passiert das gleiche Spiel!
Die Fliege macht, was sie nur will!
Sie setzt sich auf mein Butterbrot,
„Na warte, gleich, da bist du tot!“

Kaputt ist nun die Blumenvase,
die Fliege dreht mir eine Nase!
Ihr ist es immer noch nicht genug,
sie wirbelt rum, in wirrem Flug!

Auf meiner Glatze landet sie,
das Miststück von einem Fliegenvieh!
Ich haue zu, und bin benommen,
die Fliege ist davongekommen!

Und wieder fliegt sie ganz vergnügt,
die Fliegenschlauheit hat gesiegt!
Ich öffne das Fenster, sie fliegt hinaus!
Nun ist endlich aus dem Haus!




 

 

Meine alten Schuhe...


Nun wird es Nacht, ich komm’ zur Ruhe.

Verzweifelt such’ ich meine Schuhe!

Doch sie sind mir gerad’ weggelaufen,

drum will ich mir jetzt neue kaufen!

Doch was ist das im Portmonee?

Das Zwiebelleder tut mir weh!

Es bringt mich aus der Ruhe!

Ich suche meine alten Schuhe...




 

 

Affenleben


Traurig schaut er in die Welt,

ganz traurig mit den Affen.

Sie kratzen sich und es gefällt,

nach andern zu gaffen!

 

Gern schwingt er sich von Ast zu Ast,

im Käfig festgefangen.

Die Freiheit bleibt in ihm ein Traum,

vor vielen Eisenstangen.

 

Die List, die fehlt dem Affentier,

das Gatter ist doch offen!

Doch keiner flüchtet durch die Tür,

das will ich doch stark hoffen!

 

So fristet er dann Jahr für Jahr,

sein schnödes Affenleben.

Er weiß noch, wie es damals war,

in Freiheit und im Leben.




 

 

Angst


Warum hinter Panzerglasscheiben?

Weshalb der Reichtum?

Güte und Barmherzigkeit

sind nicht hinter Glas!

Das Herz der Liebe lässt

sich nicht einsperren!

Der Weg zu dem Menschen ist einfach,

ohne Abstand!

Wer das in sich zulässt,

ist auf dem Weg zu Gott…




 

 

In jedem Menschen lebt ein Stückchen Gott

und ein ganzes Stückchen vom Teufel…